Cyber - Verschlüsselungstrojaner
Verschlüsselungstrojaner, auch bekannt als Ransomware, sind eine besonders gefährliche Form von Schadsoftware, die darauf ausgelegt ist, Dateien auf einem Computer oder Netzwerk zu verschlüsseln und den Zugriff darauf zu blockieren – bis ein Lösegeld gezahlt wird.
Wie funktioniert ein Verschlüsselungstrojaner?
- Infektion
- Die Schadsoftware gelangt meist durch Phishing-E-Mails, unsichere Downloads, infizierte Webseiten oder USB-Sticks auf das System.
- Verschlüsselung
- Der Trojaner beginnt sofort damit, wichtige Dateien zu verschlüsseln – darunter Dokumente, Bilder, Datenbanken und ganze Ordnerstrukturen.
- Lösegeldforderung
- Nach Abschluss der Verschlüsselung erscheint eine Nachricht auf dem Bildschirm:
"Ihre Dateien wurden verschlüsselt. Zahlen Sie innerhalb von 72 Stunden 500 € in Bitcoin, um sie zurückzubekommen."
Andernfalls würden die Daten dauerhaft gelöscht oder veröffentlicht.
- Nach Abschluss der Verschlüsselung erscheint eine Nachricht auf dem Bildschirm:
Ziel von Ransomware
- Erpressung: Geld gegen Datenfreigabe
- In manchen Fällen auch: Sabotage oder Datenvernichtung
Warum ist das für Berufsbetreuer besonders bedrohlich?
- Berufsbetreuer speichern sensible Informationen zu Klienten, Gerichtsunterlagen, Gesundheitsdaten und Vermögensverhältnissen
- Der Verlust oder die Veröffentlichung dieser Daten kann existenziell bedrohlich sein – nicht nur finanziell, sondern auch strafrechtlich (z. B. bei Datenschutzverstößen)
Schutzmaßnahmen gegen Ransomware
- Regelmäßige Backups auf externen, vom Netzwerk getrennten Speichern
- Aktuelle Virenschutzprogramme und Firewall
- Software-Updates und Patches konsequent installieren
- Keine unbekannten Anhänge oder Links öffnen
- Zugriffsrechte einschränken (z. B. kein Admin-Zugang für alle Nutzer)
- Cyberversicherung als finanzieller Rettungsschirm im Ernstfall
Was man nicht tun sollte
- Kein Lösegeld zahlen – das garantiert nicht, dass man die Daten zurückbekommt
- Keine Panikmaßnahmen (z. B. Ausschalten ohne Analyse)
- Nicht selbst herumprobieren – besser: IT-Experten einschalten