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VH - Öffentlich-rechtliche Ansprüche

📘 Was sind öffentlich-rechtliche Ansprüche?

Öffentlich-rechtliche Ansprüche entstehen aus dem Verhältnis zwischen einem Unternehmen (oder Freiberufler) und einer behördlichen oder staatlichen Stelle – also nicht aus einem zivilrechtlichen Vertrag mit Kunden oder Partnern, sondern aus gesetzlichen Regelungen.

Solche Ansprüche können insbesondere dann relevant werden, wenn im Rahmen der beruflichen Tätigkeit gegen Verwaltungsvorschriften, Meldepflichten oder gesetzliche Vorgaben verstoßen wird.

⚖️ Typische Beispiele:

Situation

Behörde / Anspruchsteller

Möglicher öffentlich-rechtlicher Anspruch

Fehlerhafte Meldung zur Sozialversicherung

Deutsche Rentenversicherung

Nachforderung von Beiträgen oder Bußgeld

Falsche Berechnung von Fördergeldern

Bundes- oder Landesbehörde

Rückforderung der erhaltenen Fördermittel

Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen

Landesdatenschutzbehörde

Bußgelder oder Anordnungen

Fehlerhafte Steuererklärung im Mandat

Finanzamt

Regressforderung gegen den Berater

Verstöße gegen berufsrechtliche Vorschriften

Kammern, Aufsichtsbehörden

Gebühren, Ordnungsmaßnahmen oder Schadenersatzforderungen

🛡️ Schutz durch die VH

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung deckt – je nach Police – auch öffentlich-rechtliche Ansprüche, sofern sie auf einem schuldhaften beruflichen Fehler beruhen. Dazu zählen z. B.:

  • Beratungsfehler gegenüber Mandanten, die zu Steuer- oder Beitragsnachteilen führen
  • Unterlassene oder verspätete Meldungen
  • Formfehler bei Anträgen an staatliche Stellen

Wichtig: Verwaltungsstrafen, Bußgelder oder Vorsatzdelikte sind in der Regel nicht versichert.